Prinz Andrew

Andrew verhaftet - Krone kommuniziert umgehend

February 17, 20262 min read

In Grossbritannien ist heute Morgen Andrew Mountbatten-Windsor, der frühere Prinz Andrew, von der Polizei verhaftet worden. Andrew war seit Jahren ungebührliches Verhalten vorgeworfen worden, es wurden immer wieder Anschuldigungen vorgebracht, im Umfeld seines Freundes Jeffrey Epstein habe Andrew mutmasslich sexuelle Handlungen mit Minderjährigen vorgenommen. In der Folge waren Andrew am 30. Oktober 2025 seine royalen Titel aberkannt worden.

Die Verhaftung erfolgte allerdings nicht im Zusammenhang mit sexuellem Fehlverhalten. Andrew wird in einem Verfahren der britischen Behörden Amtsmissbrauch vorgeworfen: So soll er als früherer Handelsbevollmächtigter der britischen Regierung vertrauliche Dokumente an Jeffrey Epstein weitergeleitet haben. Es wurde gemutmasst, dass das Verfahren im Zusammenhang steht mit der kürzlich in den USA erfolgten Veröffentlichung von Tausenden Akten im Zusammenhang mit Epstein.

Während Andrew selbst nicht kommunizierte, veröffentlichte die Krone noch gleichentags ein Statement des Wortlauts:


«I have learned with the deepest concern the news about Andrew Mountbatten-Windsor and suspicion of misconduct in public office. What now follows is the full, fair and proper process by which this issue is investigated in the appropriate manner and by the appropriate authorities.
In this, as I have said before, they have our full and wholehearted support and co-operation.

Let me state clearly: the law must take its course.

As this process continues, it would not be right for me to comment further on this matter. Meanwhile, my family and I will continue in our duty and service to you all.»

Charles R.


Die rasche Reaktion der Krone zeugt von zweierlei: Zum einen verfolgt das englische Königshaus heute eine State-of-the-art Krisenkommunikation und hat damit viel aus früheren Vorgängen gelernt - beispielsweise, als sie nach dem Unfalltod von Prinzessin Diana erst tagelang geschwiegen und damit den heiligen Volkszorn auf sich gezogen hatte.

Zum zweiten zeigt die rasche Reaktion aber auch, dass das Königshaus die Angelegenheiten von Andrew sehr ernst nimmt und in seinen Fehlverhalten sehr wohl eine Gefahr für die Reputation, oder sogar die Weiterexistenz der Monarchie sieht.

Der Vorgang hatte in Grossbritannien hohe Wellen geschlagen, die etwas abgeschwächt auf der ganzen Welt wahrgenommen wurden. Gleichwohl ist es der Krone gelungen, dass sich der Sturm auch rasch wieder gelegt hat. Auch wenn hier wohl von einer an- und abschwelenden Krisenform gesprochen werden muss und Andrew wohl nicht das letzte Mal für kritische Schlagzeilen sorgte.

Patrick Senn ist Director bei der comexperts Ltd, seine Themenschwerpunkte sind Krisenkommunikation und Auftrittskompetenz.

Patrick Senn

Patrick Senn ist Director bei der comexperts Ltd, seine Themenschwerpunkte sind Krisenkommunikation und Auftrittskompetenz.

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